1. Vorwort (Armin Risi)
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Als erstes muß deutlich festgehalten werden, daß der Darwinismus keine wissenschaftlich bewiesene Tatsache ist, sondern bloß eine Interpretation der vorhandenen Befunde aus der Biologie, der Genetik und der Paläontologie, und zwar eine Interpretation, die von einem ganz bestimmten Weltbild abhängig ist - so wie jede Interpretation von einem Weltbild abhängig ist.

Welches Weltbild in der darwinistischen Evolutionstheorie zum Ausdruck kommt, ist kein Geheimnis: der "Materialismus", d.h. die Ansicht, Materie sei der Urgrund von allem und alles Existierende sei das Produkt einer materiellen Entwicklung; alles, auch Leben und Bewußtsein, lasse sich mit den Gesetzen der materiellen Wissenschaften erklären und letztlich auch reproduzieren.

Dieses Weltbild bietet nur ein einziges Szenario an, um auf die Frage "Wie entstand das Leben auf der Erde? Wie entstanden die verschiedenen Pflanzen- und Tierformen?" zu antworten, und das ist das Szenario, daß Leben aus Materie entstanden sein muß und daß alle höheren Lebensformen aus den nächstniederen hervorgegangen seien. Dieses Weltbild ist mittlerweile derart weit verbreitet, daß sich kaum jemand mehr fragt, wie weit diese Interpretation bzw. Hypothese überhaupt bewiesen oder auch nur logisch ist. Nicht einmal die Vertreter der Naturwissenschaft, die von sich behaupten, wissenschaftlich und objektiv zu sein, hinterfragen diese Hypothese. Einige Vertreter äußern sich sogar ziemlich selbstherrlich und arrogant, indem sie behaupten, kein "ernst zu nehmender Wissenschaftler" zweifle heute mehr daran (aus: National Geographic Deutschland, Editorial, S. 204, verfaßt vom Chefredakteur).

Noch deutlicher drückte sich der Wissenschaftsjournalist C.C. Malzahn auf Spiegel Online in seinem Artikel "Stammt Gott von Darwin ab?" (26. Dezember 2005) aus. Was er schreibt, mag arrogant und polemisch klingen, ist aber nicht etwa extrem und "unwissenschaftlich", sondern entspricht genau den Kernaussagen des Materialismus:
"Die Wortführer der Evolutionstheorie wie der amerikanische Philosoph Daniel Dennettaber sagen: Es gibt keinen Gott. Er war gar nicht notwendig. Nietzsche hat Gott wenigstens sterben lassen. Die Neodarwinisten sagen: Er war nie da./ Das ist möglich - für den Glauben aber vollkommen unerheblich. Beim modernen Glauben kann es heute nicht mehr darum gehen, den Kosmos zu erklären und wie er entstanden ist. Aufgeklärter Glauben ist heute nicht mehr - aber auch nicht weniger - als Sicherheitsgurt und Trostpflaster in einer rasend schnellen Welt. Kein vernünftiger Mensch kann die Evolutionstheorie bestreiten."

Wer die Evolutionstheorie bestreite, kann heute also nicht einmal mehr als "vernünftiger Mensch" gelten ...?! Bei einer kritischen Betrachtung der Evolutionstheorie stellt sich jedoch heraus, daß sie auf keiner Stufe bewiesen ist!

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